Arbeitsmethodik Innovation Entwicklung - Wissenmanagement

Ich habe iterative Entwicklungsmethoden und Arbeitsmethoden in US-Programmen wie ARPA-E in der Forschung erlernt und angewendet — bevor ich wusste dass sie Namen wie Lean, Agile, Scrum oder Design Thinking tragen. 

Zurück in der Schweiz arbeite ich heute wieder in komplexen  und hierarchiegetriebenen Organisationen. Ich kenne beide Welten.

Ich bin nicht auf bestimmte Arbeitsmethoden fixiert — ich wähle situationsgerecht aus meinem methodischen Repertoire. Ich habe in Umgebungen gearbeitet, wo Scheitern als natürlicher Teil des Prozesses erwartet wurde — und in Umgebungen, wo ein Entscheid drei Gremien und monatelange Vorbereitungszeit brauchte. Beides hat seinen Platz. Diese Seite ist meine Reflexion über diese Erfahrungen und der Versuch, sie systematisch darzustellen

"In der Entwicklung habe ich manchmal Experimente im Stundentakt verworfen – um iterativ näher ans Ziel zu kommen".

Im Spannungsfeld verschiedener Arbeitsmethoden & Kulturen

Innovativer Modus

  • Iterativ, kennzahlengetrieben
  • Kurze Zyklen (Versuche),
    frühe Stop-Entscheide
  • DARPA/ARPA-E Enweticklungs-Agentuten , Startups, kleine Unternehmen
  • eher USA und teils ASIEN

Vor allem in kompetiver Kultur mit starker Nachfrage anzutreffen, wo

  • Echter Wettbewerb herrscht
  • Agilität intrinsisch durch den Wettbewerb gefordert wird
  • Risiko belohnt wird
  • Wo Innovation skaliert wird
  • Transformation Kultur ist

Institutioneller Modus

  • Hierarchisch, prozessgeführt 
  • Klare Strukturen, Gremienentscheide
  • Kantonsspitäler, Universitäten, Behörden, Europäische Organsisationen
  • eher EUROPA

Vor allem in sicherheitsliebender Kultur anzutreffen, wo

  • Kultur & Tradition vor Leistung kommt
  • Agilität ein neuer Denkansatz darstellt
  • Risiko eher gescheut wird
  • Transformation nur über lange Zeit möglich ist

Methoden aus der Praxis

Ich arbeite iterativ, ressourcenbewusst und mit einem klaren Blick dafür, wann es sich lohnt weiterzumachen – und wann nicht. Was ich über Jahre intuitiv entwickelt und angeeignet habe, hat heute einen Namen: Lean, Agile, Scrum oder Kaizen. Die Methode war immer da. Die Sprache dafür kam später.

Erst die Richtung, dann die Tiefe

Bevor ich etwas ausarbeite, prüfe ich ob die Richtung stimmt. Billige Vorversuche, grobe Skizzen, schnelle Prototypen.

Kurze Zyklen, klare Entscheide

Führt eine Richtung nicht in sinnvoller Zeit zum Ziel, wird das Ziel neu bewertet. 

Transparenz über den Stand

Wir wissen wo es hapert, weil es ausgewiesen wird mit Zahlen.

Lernen einbauen, nicht anhängen

Nach jedem Zyklus die Frage: Was hat funktioniert? Was nicht?

„Die Methode war immer da. Ich habe sie nur nie so genannt."

Was ich über Jahre in Forschungslabors in der Schweiz und den USA entwickelt habe, deckt sich heute mit dem was LEAN, AGILE und SCRUM beschreiben. Nicht weil ich diese Methoden ausgiebig in die Tiefe studiert hätte – sondern weil sie beschreiben was nach meiner Erfahrung nach  in kompetitiven Umgebungen funktioniert.

Verschiedene Länder. Verschiedene Arbeitskulturen.

Schweiz

Sorgfalt als Standard

Hohe Qualitätserwartung, gründliche Ausarbeitung, Verlässlichkeit. 

Wertvolle Stärken – besonders wenn die Richtung bereits klar ist.

USA

Geschwindigkeit als Vorteil

Früh testen, früh lernen, früh entscheiden. Wer wartet bis alles perfekt ist, verliert den Vorsprung. Ich versuche beides zu kombinieren – zum richtigen Zeitpunkt.

Wirkungsfelder & ausgewählte Projekte

Management & marketing

Geschäftspartner gewinnen durch Begeisterung

Seven Years Sold Out. Wer begeistert braucht keine Werbung. Eventproduktion auf internationalem Niveau – die Qualität sprach für sich.

Medizin

Kritische pharmazeutische Wirkstoffe nach Mass

Wenn der Markt nicht lieferte, brauchten Kliniken und Apotheken schnell einen direkten Weg zum Wirkstoff. David Vonlanthen stellte kritische und nicht kommerziell erhältliche Substanzen nach Wunsch her – mit BAG-Sonderbewilligung, von der Herstellstrategie bis zur Freigabe.

Energie

Vonlanthen-Heeger Batteriezelle

Leichtgewichtige Batteriezelle nach neuem Prinzip – organische Polymerelektroden statt kritischer Rohstoffe. Patentiert in USA, EU und Japan gemeinsam mit Nobelpreisträger Alan J. Heeger. Grosses Interesse aus Luftfahrt und Industrie.

Energie

Von der Idee zur umsetzbaren Lösung

David Vonlanthen bringt Erfahrungen aus US-Exzellenzprogrammen in der Forschung mit, zu denen Europäer kaum je Zugang erhalten — knallharte Kennzahlen, Businesscases und nur neue Konzepte sind zugelassen.
Von der Idee bis zur skalierbaren Innovation.

Wissensmanagement als Arbeitsprinzip

Effizienter Umgang mit Wissen und Daten ist der Kern meiner Arbeit: von der Vision über Projektarchitektur, Lagebeurteilung, Planung und Umsetzung bis zur kontinuierlichen Auswertung, Kategorisierung und Sicherung von Information. Diese Arbeitsweise habe ich nicht konstruiert – sie hat sich unter echtem Druck in der internationalen Spitzenforschung und in der Entwicklung gesellschaftsrelevanter Technologien bewährt, in einem kompetitiven Umfeld, wo Ressourcen und Zeit begrenzt waren. Wissen ist strategisches Kapital.

"Wer die Datenlage kennt, braucht weniger Versuche. Wer weniger Versuche braucht, kommt schneller ans Ziel — und gewinnt das Spiel."

Meine sechs Arbeitsprinzipien

Strategie heisst für mich: wissen wann man Ressourcen einsetzt – und wann nicht. Welche Projekte man gar nicht erst anfangen sollte. Und wo echter Nachholbedarf besteht.  Der rote Faden bleibt immer derselbe – bewusster Umgang mit Wissen, Systematik und Zeit. Diese sechs Prinzipien sind keine Theorie. Sie sind eine Erkenntnis aus erfolgreichen Jahren Praxis – in Forschung & Entwicklung, in der Industrie, zwischen der Schweiz und den USA.
Nur so konnte ich in einem hochkompetitiven Umfeld in den USA über viele Jahre überhaupt mithalten.

01
Lesen ist der effizienteste Versuch
Vor dem ersten Experiment steht die gründliche Analyse der Datenlage. Wer weiss was schon existiert, spart Wochen im Labor. Lesen ist schneller, günstiger, ökologischer und wirtschaftlicher als jeder komplexe Versuch.
Wissensmanagement Lean – Muda
02
Erst die Richtung, dann die Tiefe
"Bevor ich etwas ausarbeite, prüfe ich ob die Richtung stimmt. Rohe Skizzen, günstige Vorversuche, schnelle Prototypen. Erst wenn das Fundament hält, wird wirklich investiert".
Lean Thinking Agile
03
Kurze Zyklen, klare Entscheide
Führt eine Richtung nicht in sinnvoller Zeit zum Ziel, wird das Ziel neu bewertet. Keine Sentimentalität – konsequente Ressourcendisziplin. Wer früh scheitert, lernt günstig.
Agile / Pivot Scrum
04
Transparenz über den Stand
Alle Beteiligten wissen wo es steht. Nicht um Kontrolle zu ermöglichen, sondern weil versteckte Probleme immer teurer werden als sichtbare. Offenheit ist Effizienz.
Scrum Wissensmanagement
05
Lernen einbauen, nicht anhängen
Nach jedem Zyklus die Frage: Was hat funktioniert? Was nicht? Verbesserung ist kein Sonderprojekt – sie ist Teil der Arbeit selbst. Erkenntnisse werden gesichert und weitergegeben.
Kaizen Wissensmanagement
06
Wissen ist die nachhaltigste Ressource
Jeder unnötige Versuch kostet Material, Energie, Zeit und Geld. Wer bestehende Erkenntnisse kennt, nutzt und weitergibt, arbeitet nicht nur schneller – sondern muss weniger arbeiten!! Protokolle, Wissensdatenbanken, strukturierte Dokumentation: das A&O jedes effizienten Projekts.
Wissensmanagement Nachhaltigkeit

Kulturveränderung von Innen: Lernen zu Scheitern

Die Mühlen mahlen langsam. Das ist keine Überraschung — das ist die Realität in etablierten Organisationen. Was ich ich in meiner Kaizen- und Lean-Funktion mache, ist nicht die Erwartung dass sich alles sofort ändert, sondern die Fähigkeit kontinuierliche Verbesserung anzustossen und am Leben zu erhalten. Das tun viele automatisch in Innovativen, dynamiscchen Unternehmen. Ich erkläre Mitarbeitenden oft, dass Scheitern in einem frühen Stadium nichts kostet — und zum Prozess dazugehört. Auch wenn das manchmal bedeutet, geduldig zu sein. In der Entwicklung habe ich manchmal Experimente im Stundentakt verworfen – um iterativ näher ans Ziel zu kommen.

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